Botox

Botulinumtoxin ist das Gift eines sporenbildenden Bakteriums, genannt Clostridium botulinum. Es bewirkt eine Blockade der Signalübertragung vom Nerven auf einen zugehörigen Muskel. Andere neuronale Übertragungswege wie Fühlen, Tasten, Schmerz und Kälteempfindung sind hiervon nicht betroffen. Bisher sind die Typen A, B, C, D, E, F und G bekannt, die sich in Wirkungsdauer und –stärke unterscheiden. Das zumeist in der Medizin verwendete Produkt ist das Botulinumtoxin A.

In der Augenheilkunde ist Botulinumtoxin bereits seit langem ein gängiges und von den Krankenkassen anerkanntes Medikament zur Behandlung des Lidkrampfes (Blepharospasmus).

Der faltenglättende Effekt des Botulinumtoxins kommt durch eine Muskelentspannung zustande; demnach sind vor allen Dingen Falten zu beeinflussen, die durch eine vermehrte Anspannung der mimischen Muskulatur entstanden sind. Ein besonders gutes Ergebnis durch die Behandlung mit Botulinumtoxin ist bei folgenden Falten zu erwarten: Stirnfalten, Zornesfalten, Krähenfüßen, Mundfalten.

Die Wirkung des Botulinumtoxins tritt nach einer Injektion an den Muskel langsam ein, so dass frühestens nach 24 Stunden mitunter auch erst nach 10 Tagen der gewünschte Effekt zu beobachten ist. Die mittels Botulinumtoxin ausgelöste Muskelentspannung ist durch die Neueinsprossung von Nervenendigungen nach zwei bis sechs Monaten reversibel. Individuell ist dann eine Wiederholung der Therapie notwendig.

Grundsätzlich ist eine Behandlung mit Botulinumtoxin sehr komplikationsarm. Eine Überdosierung mit Auswirkungen auf den ganzen menschlichen Organismus sind bei lokaler Anwendung im Bereich der Gesichtsmuskeln nicht zu erwarten. Hierzu wären etwa 50 Ampullen der handelsüblichen Botulinumtoxinmenge notwendig.